Dreißig Bewertungen bei 4,5 schlagen fünf bei 5,0.

Im lokalen Kartenblock zählt die Anzahl mehr als der Schnitt. Das ist der Grund, warum ein makelloses Profil mit drei Bewertungen schwächer ist, als es aussieht, und warum Fragen die günstigste Maßnahme überhaupt ist.

Warum die Anzahl schwerer wiegt

Google bewertet nicht nur, wie gut andere dich fanden, sondern auch, wie viele überhaupt etwas gesagt haben. Ein Schnitt aus drei Stimmen ist statistisch nichts, und der Kartenblock behandelt ihn entsprechend.

Für Leser gilt dasselbe, nur unbewusst: Fünf perfekte Bewertungen wirken auf viele wie Freundschaftsdienste. Dreißig Bewertungen mit einem Ausreißer nach unten wirken echt.

Der richtige Moment

Die häufigste Ursache für fehlende Bewertungen ist nicht Unzufriedenheit, sondern schlechtes Timing. Wer zwei Wochen nach Abschluss eine Mail schickt, fragt jemanden, der innerlich längst weitergezogen ist.

Diese vier Momente funktionieren, weil die Zufriedenheit gerade präsent ist.

  • Direkt nach der Abnahme, wenn der Kunde sichtbar zufrieden ist
  • Wenn jemand von sich aus lobt, per Nachricht oder am Telefon
  • Nach einer Reklamation, die du gut gelöst hast
  • Beim nächsten Auftrag desselben Kunden

Wie du fragst, ohne dich unwohl zu fühlen

Der Grund, warum die meisten nicht fragen, ist das Gefühl, um einen Gefallen zu bitten. Das lässt sich umdrehen: Du bittest nicht um etwas für dich, sondern gibst dem nächsten Kunden eine Entscheidungshilfe.

Ein Satz reicht, mündlich bei der Abnahme: „Wenn Sie zufrieden sind, würde mir eine kurze Bewertung bei Google sehr helfen. Ich schicke Ihnen den Link.“ Danach den Link wirklich schicken, am selben Tag, direkt zur Bewertungsseite und nicht zur Google-Startseite.

Wer drei Schritte klicken muss, um überhaupt zum Bewertungsfeld zu kommen, tut es nicht. Diesen Link findest du in deinem Unternehmensprofil unter „Bewertungen anfordern“.

Was du auf keinen Fall tun darfst

Das ist keine Formalität. Die folgenden Punkte verstoßen gegen die Google-Richtlinien und können dazu führen, dass Bewertungen entfernt oder das Profil eingeschränkt wird. Wettbewerbsrechtlich sind sie ebenfalls angreifbar.

  • Bewertungen kaufen
  • Rabatte, Gutscheine oder Gewinnspiele als Gegenleistung anbieten
  • Nur zufriedene Kunden gezielt herausfiltern und nur die fragen
  • Bewertungen im eigenen Betrieb am Rechner schreiben lassen

Häufige Fragen dazu.

Was zählt mehr, viele Bewertungen oder gute?

Die Anzahl zählt im lokalen Kartenblock mehr als der Schnitt. Ein Betrieb mit 30 Bewertungen und 4,5 Sternen steht fast immer über einem mit fünf Bewertungen und 5,0. Fünf perfekte Bewertungen wirken außerdem auf Leser oft weniger glaubwürdig als dreißig ehrliche.

Darf ich meine Kunden aktiv um eine Bewertung bitten?

Ja, das Fragen selbst ist erlaubt und üblich. Nicht erlaubt ist eine Gegenleistung dafür, und ebenfalls problematisch ist es, gezielt nur die zufriedenen Kunden zu fragen und die unzufriedenen zu überspringen.

Wie viele brauche ich?

Es gibt keine feste Schwelle, aber unter fünf wirkt ein Profil neu und unter zehn wirkt es dünn. Ab etwa zwanzig nimmt dich ein Leser als etablierten Betrieb wahr. Der Sprung von drei auf zehn bringt spürbar mehr als der von dreißig auf vierzig.

Was mache ich mit einer schlechten Bewertung?

Sachlich antworten, ohne Rechtfertigung. Die anderen Leser interessiert nicht der Vorwurf, sondern wie du damit umgehst. Eine gute Antwort auf eine schlechte Bewertung überzeugt mehr als eine weitere Fünf-Sterne-Zeile ohne Text.

Bewertungen wirken nur auf einem gefüllten Unternehmensprofil. Beides zusammen ist der schnellste Weg zu lokaler Sichtbarkeit und gehört bei mir zu SEO und Sichtbarkeit.

Profil und Bewertungen sind erst der Anfang.

Was danach kommt, besprechen wir im Erstgespräch. Kostenlos und unverbindlich.